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	<title>Ungeschminkt &#187; Gedanken</title>
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	<description>Oder waren es neun</description>
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		<title>Danke</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Dec 2011 17:14:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[Paros]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wie jedes Jahr ist es mir an Silvester wichtig, auszumisten und mit weniger Müll sowie positiven Gedanken ins neue Jahr zu gehen. Menschen, die nicht mehr dazugehören werden genauso gestrichen wie alte Kleider weggeworfen. Altpapier, Müll, Altglas, alles raus aus dem Haus, symbolisch möchte ich einfach nicht mit Altlasten ins neue Jahr gehen.</p>
<p>Ob es hilft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie jedes Jahr ist es mir an Silvester wichtig, auszumisten und mit weniger Müll sowie positiven Gedanken ins neue Jahr zu gehen. Menschen, die nicht mehr dazugehören werden genauso gestrichen wie alte Kleider weggeworfen. Altpapier, Müll, Altglas, alles raus aus dem Haus, symbolisch möchte ich einfach nicht mit Altlasten ins neue Jahr gehen.</p>
<p>Ob es hilft ist natürlich eine andere Sache. Leider waren die letzten 2 Versuche diesbezüglich nicht so erfolgreich. 2010 und 2011 waren, gelinde gesagt, nicht besonders prickelnd, so dass ich jetzt etwas skeptisch bin, und da ich ja von je her ungern Silvester gefeiert habe, heute nicht besonders glücklich ob der Tatsache, dass eben Silvester ist. Und ich fröhlich sein muss und anstoßen. Auf was eigentlich? Dass das vergangene Jahr vorbei ist? Ok, gern. Aber aufs neue Jahr? Da kann ich doch noch nicht drauf anstoßen, weil ich noch nicht weiß, wie es wird. Aber wie sagt <strong>Biggie </strong>so schön und weise in ihrem jungen Alter, eigentlich hat man ja jeden Tag die Gelegenheit für einen Neuanfang und für gute Vorsätze und Ausmisten. Na ja so ungefähr jedenfalls habe ich es aufgefasst. So gesehen hätte ich eigentlich im August Silvester feiern sollen, denn da wendete sich das Glück für mich &#8211; und es wurde stetig besser statt schlechter.</p>
<p>Wahrscheinlich seit längerer Zeit, als ich zugeben möchte, spukte der Satz „etwas muss sich ändern“ in meinem Kopf herum. Und eines Tages beschloss ich, als diese Tatsache einfach nicht mehr zu übersehen war, das Universum anzurufen und um Zeichen zu bitten. Die Zeichen kamen, und wie. Meine Facebook-Freund waren dabei.</p>
<p>Die letzten 3 Monate waren definitiv die besten seit langem. In Deutschland fühle ich mich wohl, wir haben Spaß, die Fluten in Form von Alpträumen haben so gut wie aufgehört, und ich kann zuversichtlich, wenn auch mit einem weinenden Auge, ins neue Jahr gehen. Wie sagt Khalil Gibran so treffend,</p>
<p><em>(…)<br />
</em><strong><em>&#8220;Je tiefer sich das Leid in euer Sein eingräbt, desto mehr Freude könnt ihr fassen.&#8221;</em></strong><br />
<em>(…)</em></p>
<p>Ja, und viele andere schöne Worte hat er von sich gegeben, aber ich will mich jetzt mal auf mein eigentliches Anliegen konzentrieren. Er hat tatsächlich Recht. Die beiden Dinge liegen direkt beieinander. Nur wer mich gut kennt, weiß, dass hinter dem Lachen auch ganz viel Trauer steckt, hinter dem Humor ganz viel Schmerz. Aber das wird wohl noch eine ganze Weile so bleiben, und irgendwie ist es ja auch schön, denn so sind die geliebten Menschen nicht ganz weg.</p>
<p>Aber was ich jetzt eigentlich sagen wollte ist, <strong>Danke</strong>.</p>
<p>Nun werde ich sicher den einen oder anderen vergessen aufzuzählen, denn ich bin mit zahlreichen tollen Menschen in meinem Leben gesegnet, und ich säße bestimmt noch nächstes Jahr daran, wenn ich wirklich ALLE erwähnen wollte. Und das wäre ein Unterfangen, mit dem ich dann gar nicht erst anfangen würde.</p>
<p>Also, bitte nicht böse sein, wenn ich jemanden „vergessen“ haben sollte&#8230;</p>
<p>Mein ganz besonderer Dank gilt</p>
<ul>
<li>dem <strong>Universum</strong>, das viele ganz besondere „Zufälle“ zur rechten Zeit vorbei geschickt hat;</li>
<li><strong>Frank und Petra</strong>, die zur rechten Zeit am rechten Ort Urlaub machten, so dass ich bereits einen neuen Arbeitgeber hatte, bevor ich überhaupt entschieden hatte, in welche Stadt ich (zurück)ziehe. Es ist schon erstaunlich, wie so manche Begegnungen mit Menschen die ganze Zukunft beeinflussen können – und wer weiß, wie es so weitergeht, hier in Oldenburg, unserer neuen Zufallswahlheimat;</li>
<li><strong>Gaby</strong>, die mir immer in akuten Notfallsituationen hilft und mich bei dem schwersten Gang meines Lebens begleitet hat – nämlich mich für immer von meinem Vater zu verabschieden, ein paar Wochen bevor er starb und wir noch nicht entschieden hatten, Griechenland ganz zu verlassen – nach wie vor kann ich dieses nicht ohne Tränen schreiben;</li>
<li><strong>Kirsi und Martin</strong>, die mir zwar überrascht aber spontan und hilfsbereit zur Seite standen bei Haus- und Autoangelegenheiten, als ich im August durch Deutschland rauschte und so viel in kurzer Zeit organisieren musste, um in „ihre“ Stadt zu ziehen;</li>
<li><strong>meiner Mutter</strong>, die schon weiß, warum;</li>
<li><strong>Martina Kempff</strong>, die mir seit Jahren immer mit Rat und Tat und sowie positiver Unterstützung zur Seite steht, egal, wie ich mich entscheide, und ihrem Mann Michael;</li>
<li><strong>Biggie</strong>, die aus ihrer Sicht sicher am unrechten Ort zur falschen Zeit Urlaub machte, aber mir die wohl schwerste Zeit meines Lebens durchzustehen half, und die mich immer so schön zum Lachen bringt;</li>
</ul>
<p>- Und nun wird es chaotisch und hat eigentlich keine Reihenfolge mehr, weil mir die Menschen an meiner Seite schneller einfallen, als ich tippen kann -;</p>
<ul>
<li><strong>Kate</strong>, meiner Herzensschwester, die mich bei sich wohnen ließ, meine Hunde beherbergte und uns unsere letzte Katze abnahm, die wir nicht mitnehmen konnten, und der ich noch einiges andere zu verdanken habe – Kate you know what I have to thank you for, and only you know how much I miss you! –</li>
<li><strong>Kay</strong>, der mir auf seine Weise in schweren Stunden zur Seite stand, und der sich auch für den einen oder anderen Hinterntritt nicht zu schade war;</li>
<li><strong>Ilka Seidel</strong>, die als langjährige Freundin und meine „Versicherungstante“ den Überblick behielt und mir viele Dinge erheblich erleichterte;</li>
<li><strong>Delia und Herry</strong>, die fast meine gesamte Habe in ihrem großen Wagen nach Deutschland mitgenommen und eine Weile gelagert haben, so dass ich nicht komplett neu anfangen musste,</li>
<li><strong>Peter</strong>, <strong>Jacob</strong>, <strong>Dagmar </strong>&amp; <strong>Eltern</strong>, <strong>Norbert </strong>und <strong>Kate</strong>, die mir mit tatkräftiger Umzugshilfe beigestanden haben (O-Ton Peter „denk dran, das musst du alles neu kaufen, wenn du es nicht mitnimmst&#8221;), sowohl in Griechenland als auch in Deutschland;</li>
<li><strong>Petra Guckelsberger</strong>, mit der ich noch vor meiner Zeit in Griechenland schöne, verrückte und lustige Reisen nach Südfrankreich unternommen habe, und die spontan entschied, uns für unsere letzte Abschiedsfahrt nach Griechenland zu begleiten, und der wir für immer dankbar dafür sein werden (und die unsere „Arche Noah“ in die Fahrt mit „Hund, Katze, Maus“ umtaufte);</li>
<li><strong>Silvia und Jürgen</strong>, die mir immer ganz besonders zur Seite standen und mich positiv unterstützen, egal wie ich mich entscheide, und die mir halfen, mehrere meiner Katzen unterzubringen (wie sie mir in den ganzen Jahren, zumindest seit 2002, tierschutzmäßig unglaublich behilflich waren);</li>
<li><strong>PcPete </strong>und <strong>Ulrike</strong>, <strong>Gillian</strong>, <strong>Orit </strong>und <strong>Kate</strong>, die wissen, in welch schweren Stunden sie mir, und nicht nur mir, ihre Unterstützung boten;</li>
<li><strong>Petra Scheiblich</strong>, <strong>Kirsten Arkoulis</strong>, <strong>Michaela Shuku</strong> vielen Dank für eure Tipps, euren Rat und eure tatkräftige Hilfe, obwohl ich euch verließ – ich vermisse euch auch –;</li>
<li><strong>Daniela de Matteis</strong>, die mir immer mit gutem Beispiel vorangeht – von dir habe ich gelernt, „geht nicht“ gibt’s nicht;</li>
<li><strong>Lydias Vater</strong>, der uns keine Knüppel zwischen die Beine warf und seine Tochter ohne Querstellen in ein anderes Land ziehen ließ;</li>
<li><strong>Eranie </strong>und <strong>Ela</strong>, <strong>Hannelore</strong>, <strong>Daniela Riess-Christou</strong>, <strong>Herbert Fittinghoff </strong>und <strong>Christine Bietz</strong>, <strong>Petra Be</strong>, die mich immer positiv unterstützen – mit Rat, Tat und Motivation, ebenso für euer Mitgefühl;</li>
<li><strong>Renata und Vicky</strong>, unseren besonderen Freunden aus Paros, die sich zusammen mit uns auf das Abenteuer Deutschland eingelassen haben und uns jetzt  &#8211; in unserer WG – das Gefühl geben, eine richtige Familie zu sein, und die mit uns lachen bis zum Abwinken;</li>
<li>Unseren neuen Freunden und Nachbarn in Oldenburg, besonders <strong>Werner</strong>, <strong>Lynn</strong>, <strong>Wenke</strong>, <strong>Kerstin </strong>und <strong>Gabriela</strong> – natürlich auch wieder <strong>Frank und</strong> <strong>Petra </strong>– dass ihr uns das Gefühl gebt, willkommen zu sein – und <strong>Britta </strong>leider hatte ich noch keine Zeit für ein Treffen, ich hoffe, wir schaffen es sehr bald!</li>
<li><strong>George Gritsis</strong> für immer tolle Unterstützung, guten geistigen Austausch und pragmatische Unterstützung in Sachen ich gegen (griechischen) Vermieter;</li>
<li>Meinen alten Freunden <strong>Gaby</strong>, <strong>Ilka Seidel</strong>, <strong>Ilona </strong>und <strong>Daniela Schaa</strong>, <strong>Holger </strong>– leider habe ich es noch nicht geschafft, mich bei allen zurückzumelden -, dass ihr uns wieder mit offenen Armen empfangen habt – es ist für mich der absolute Luxus, mich „mal eben“ mit euch treffen zu können –;</li>
<li><strong>Ralf Dorschel </strong>für die immer positive, ehrliche und humorvolle Unterstützung, auch wenn ihm mal nicht gefällt, was ich so tue;</li>
<li><strong>Susanne</strong> und <strong>Andreas Michels</strong> für eure Freundschaft, die sich einfach so im „real life“ fortsetzen ließ;</li>
<li><strong>Sandra Wykhoff </strong>für viele aufbauende Worte;</li>
<li>Meinem <strong>Onkel Dieter </strong>und meinen <strong>Cousins </strong>sowohl in <strong>Deutschland</strong> als auch in <strong>England</strong>, die mich herzlich willkommen geheißen haben;</li>
<li><strong>Elke Gillich</strong>, die mir in früheren Jahren viel beigebracht hat, das mir jetzt nützlich war, und die stets eine inspirierende Freundin ist;</li>
<li>Sowie „meine“ gesamte Facebook-Gemeinde und Blog-Leser, die mir sowohl mit konstruktiver Kritik als auch Tipps und Rat und Tat zur Seite stehen!</li>
</ul>
<p>Und nun verließen sie ihn, ich muss mit den Kindern das Abendessen vorbereiten.</p>
<p>Aber nicht, ohne noch ein abschließendes Zitat, denn… was wäre mein Leben ohne Menschen?</p>
<p><em><strong>‎&#8221;Some people go to priests; others to poetry; I to my friends.&#8221;  ~ Virginia Woolf</strong></em></p>
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		<title>Moin!</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Oct 2011 22:00:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martina</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Lang, lang ist&#8217;s her. &#8220;All is well&#8221; war quasi der Abschluss eines Lebens, zugleich eines Lebensabschnitts, und mit Moin eröffnen wir ein neues Kapitel.</p>
<p>Moin, oder moin moin also! Sie sagen es übrigens immer, überall, morgens-mittags-abends, zu jeder Gelegenheit und ich hatte anfangs ganz viel Mühe, Lydia zu erklären, dass sie eben nicht abends guten Morgen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lang, lang ist&#8217;s her. &#8220;<a href="http://www.ungeschminkt.martinablair.de/2011/09/all-is-well/" target="_blank">All is well</a>&#8221; war quasi der Abschluss eines Lebens, zugleich eines Lebensabschnitts, und mit Moin eröffnen wir ein neues Kapitel.</p>
<p>Moin, oder moin moin also! Sie sagen es übrigens immer, überall, morgens-mittags-abends, zu jeder Gelegenheit und ich hatte anfangs ganz viel Mühe, Lydia zu erklären, dass sie eben nicht abends guten Morgen sagen, sondern dass es ein eigenständiges Wort ist. So wie die Griechen sich dauernd Gesundheit wünschen, mit der kleinen, aber feinen Begrüßungsformel &#8220;Γεια (σου oder σας)&#8221; &#8211; <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_griechischer_Phrasen/Gamma#.CE.93.CE.B5.CE.B9.CE.B1_.CF.83.CE.BF.CF.85." target="_blank">siehe Lin</a><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_griechischer_Phrasen/Gamma#.CE.93.CE.B5.CE.B9.CE.B1_.CF.83.CE.BF.CF.85." target="_blank">k</a> &#8211; begrüßt man sich hierzulande mutmaßlich mit &#8220;schön&#8221;, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Moin#Herkunft">zumindest nach Auffassung der Ostfriesen</a>. Ich habe den Wikipedia-Link durchgelesen und bin geneigt, mich den Ostfriesen anzuschließen. Ich finde, das ist die schönste Erklärung. Da! Passt doch perfekt!</p>
<p>Apropos Ostfriesland, Boah ist das schön hier. Neulich haben Lydia und ich einen Ausflug ans Meer gemacht, ok es war nicht ganz das offene Meer, sondern der Jadebusen, aber es war Strand, es war schönes Wetter, es gab Sand, und Lydia hatte ganz viel Spaß. Sie hatte mir ja nicht glauben wollen, dass es nur 40 km von uns entfernt &#8220;ein Meer&#8221; gibt. Ok, der Sand &#8211; eher Schlick &#8211; war sicher gewöhnungsbedürftig, aber es war warm, obwohl Oktober, und es war schön. Hat sich &#8220;voll gelohnt&#8221; bestätigte auch Lydia. Und ich konnte mich nicht sattsehen. Ostfriesland ich komme! sicher nochmal wieder.</p>
<p>Apropos schön, neulich sind wir nach dem Besuch bei einem Baumarkt einfach mal links irgendwo abgebogen, direkt vor einem Fluss, ich weiß bis heute nicht genau, wo das war, aber es war Sonnenuntergang, und er war genau so farbenfroh und hat sich im Fluss gespiegelt wie im Meer vor Paros. Als ich Lydia fragte &#8220;na, ist das schön, oder ist das schön&#8221; antwortete sie nur mit &#8220;Mama, bist du blind oder was, hier ist ALLES SCHÖN&#8221;. Ok, Mama hält auch schon die Klappe!</p>
<p>Wir hatten ja ganz viel Glück mit dem Wetter, bis zum letzten Wochenende einschließlich, also Anfang Oktober, war es noch sommerlich warm. Eigentlich schien immer die Sonne, und auf dem Kramermarkt war mir viel zu heiß. Da dachte ich noch: nun bin ich den ganzen Weg nach Oldenburg gekommen, und mir ist immer noch zu heiß! Aber auch das ging vorbei, und nun ist es wüst draußen, stürmisch, regnerisch, und Lydia macht mich dauernd darauf aufmerksam, wie es draußen regnet. Ich muss aber feststellen: ich mag es. Man kann sich warm anziehen, und ich mochte schon immer die Elemente spüren. Und Regen habe ich nach Jahren der Dürre in Griechenland sowieso zu schätzen gelernt. Jeden Winteranfang habe ich gehofft: möge es BITTE BITTE genug regnen! Nun habe ich Regen satt, wer weiß, wann ich seiner überdrüssig werde? Wir werden es sehen, sicher werde ich es euch mitteilen.</p>
<p>Nicht mögen tun den Regen bereits jetzt unsere Hunde, ich muss sie quasi unfreiwillig rauszerren, und Lydia meinte schon, wir bräuchten ein Hundeklo. Wie praktisch sind dagegen Katzen, auch wenn es stinkt, bäh. Ich habe schon ernsthaft erwogen, Hunderegenjacken und -stiefel zu besorgen. Ob es sowas wohl gibt? Oder ob sie sich vielleicht noch daran gewöhnen? Auf jeden Fall werde ich, bevor ich sie in den ersten Schnee hinauslasse, mich vorher mit meiner Kamera auf die Lauer legen, um die Gesichtsausdrücke aufzunehmen, sowohl der Hunde als auch der Katzen! Das wird ein Spaß, und Lydia kann es sowieso nicht abwarten.</p>
<p>Ab und zu überkommen mich dann schon mal Fragen. Wenn meine fotografierenden Facebook-Freunde Wolkenbilder vor Sonnenuntergängen, oder Sonnenuntergänge hinter Inselketten ins Netz stellen (zum Beispiel der <a href="https://www.facebook.com/groups/114831341922512/" target="_blank">Cloud Appreciation Club &#8211; Greece</a>), dann wundere ich mich plötzlich. Genau so surreal, wie ich mir manchmal in Griechenland vorkam, so nach dem Motto &#8220;was mache ich hier eigentlich, wie komme ich hier überhaupt her?&#8221;, überkommt es mich hier auch gelegentlich. Wie bin ich plötzlich nach Oldenburg gekommen? Warum? Wieso? Weshalb? Es ging ja alles so schnell, musste, dass ich im Grunde die ganze Zeit nicht realisierte, was ich tat. Aber, bevor einige von euch sich zu früh freuen, nein, frei nach Edit Piaf, je ne regrette rien. Weder das eine, noch das andere.</p>
<p>Ich weine Griechenland nicht nach, Inselketten hin oder her. Ich habe genug Inselketten vor dem Horizont fotografiert, dass es für ein Leben reicht. Außerdem kann ich ja, erstens, gelegentlich wieder zurück, und zweitens gibt es auch noch andere schöne Fotomotive. Wetter ist nicht alles. Inselketten auch nicht. Es war eine Erfahrung. Es waren sehr intensive, lebensechte, ereignisreiche Jahre, von denen ich sicher noch lange zehren werde, die mir viel beigebracht haben, wie viel kann ich sicher noch nicht einmal erahnen, und das schönste durfte ich ja zum Glück mitnehmen, nämlich das süßeste Kind aller Zeiten. Das jetzt im Bettchen schlummert mit der ersten, richtig schlimmen Erkältung. Weswegen ich gleich an meinem zweiten Arbeitstag wieder zuhause bleiben durfte. Musste. Sehr zu meinem Kummer &#8211; Ärger ist nicht das richtige Wort -, aber siehe da, mein neuer Arbeitgeber ist voll cool und ungestresst, zum Glück. Das gibt sich alles.</p>
<p>Genau, so ist es. Bisher ist alles toll. Bisher war jeder nett zu uns, überhaupt finde ich die Leutchen hier absolut reizend, die Schule ist toll, 500m von uns entfernt, sehr bemüht und Lydia geht gern hin, allein mit dem Rad sogar! Aber ich bin schon groß und ich weiß, dass es auch andere Zeiten geben wird. Genau wie es auf Paros Höhen und Tiefen gab. Ein paar Tiefen zum Schluss zur Genüge, so dass ich jetzt hoffe, davon eine Zeitlang verschont zu werden. Die hab ich noch nicht verdaut. Immer noch erwarte ich Emails von Chris, kann es nicht realisieren, dass er tot ist, dass mein Vater tot ist &#8211; der 5. Juli und der 1. August &#8211; aber das Leben geht weiter, und vielleicht, vielleicht schauen sie uns ja zu und möchten, dass es uns gut geht. So nicht-gläubig wie beide waren; vielleicht segnen sie da oben zusammen unseren weiteren Weg und halten eine schützende Hand über uns. Und wenn nicht, stellen wir uns einfach vor, da draußen sind Menschen, die uns liebten und uns jetzt wohlwollend beschützen, das hilft sicher auch.</p>
<p>Apropos Menschen. Ich mag Menschen. Ich bin noch nicht lange hier, aber habe bereits neue Menschen in mein Herz geschlossen, und ich empfinde es als echten Luxus, neue Menschen kennen lernen zu dürfen wie &#8220;die alten&#8221; jetzt wieder einfach so öfter sehen zu können. Wie sagte Gaby, &#8220;jetzt ist es ja nicht mehr so weit zu euch&#8221;. Schön, dass wir einfach so wieder aufgenommen wurden. Schön, dass wir neue Menschen kennen lernen dürfen.</p>
<p>People. The essence of my life. Oder auch: My home is where my friends are.</p>
<p>Ich würde sagen: alles gut. All is well. Bis zum nächsten Mal, ich muss ins Bett!</p>
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		<title>Hit the road Jack</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Aug 2011 22:20:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martina</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Morgen ist es soweit; wir werden uns wieder auf den Weg begeben. Diesmal in umgekehrte Richtung. Am 11.08. sind wir in Frankfurt/M gelandet, und morgen, am 24. August, geht es nach Paros zurück, um dann endgültig Abschied zu nehmen.</p>
<p>Wir haben hier verrichtet, was zu verrichten war und dabei ganz viel Glück gehabt. Eine wunderschöne Wohnung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Morgen ist es soweit; wir werden uns wieder auf den Weg begeben. Diesmal in umgekehrte Richtung. Am 11.08. sind wir in Frankfurt/M gelandet, und morgen, am 24. August, geht es nach Paros zurück, um dann endgültig Abschied zu nehmen.</p>
<p>Wir haben hier verrichtet, was zu verrichten war und dabei ganz viel Glück gehabt. Eine wunderschöne Wohnung gefunden &#8211; die Vermieterin hat sogar eine Woche auf mich gewartet, bis sie uns traf und entschied, dass sie uns die Wohnung geben würde &#8211; wir können übrigens beide Hunde mitnehmen und die 2 Katzen, die wir behalten, und auf den Mietvertrag musste ich auch keine 9 Monate warten -; meine Möbel haben wir aus Köln schon abgeholt und in der neuen Wohnung schon unterstellen dürfen, ein Auto habe ich gekauft, für meine Freunde die Einkaufslisten abgearbeitet; wie schön, dass mein Job auf mich wartet &#8211; soviel zu &#8220;in Deutschland hat keiner auf dich gewartet&#8221; - und nun geht es, wieder mal ein paar Freunde unterwegs abklappernd, in Etappen über Nürnberg, München und Italien zurück.</p>
<p>Mit gemischten Gefühlen; dort werde ich alle losen Enden aufnehmen müssen, mein Auto verkaufen, die Wohnung auflösen, einige Behördengänge verrichten, mal nebenbei für einen Reiseführer schreiben &#8211; einer meiner neuen Nebenjobs übrigens -, und und und. Am schwersten wird es uns natürlich fallen, uns von allen lieben Menschen zu verabschieden. Aber ist das nicht &#8216;the story of my life&#8217;? Mein ganzes Leben habe ich mich von Menschen, die mir ans Herz gewachsen waren, verabschieden müssen. Heute gibt es zum Glück das Internet, da kommt einem die Welt kleiner vor, und die Entfernungen sind überbrückbarer.</p>
<p>Damals, als ich nach Paros ging, habe ich viele, viele Menschen zurückgelassen und schmerzlichst vermisst, jahrelang. Nun wird es umgekehrt sein, und ich bin gesegnet mit Freunden, die mich hier mit offenen Armen wieder aufgenommen haben, so selbstverständlich, als hätte man sich gestern erst zum Kaffee gesehen. Unterstützt haben sie mich, wo es nur ging &#8211; was mich zu der von einigen beanstandeten Behauptung verleitete, ohne meine Freunde wäre ich ein Nichts. Ob sie uns in ihrem Hause haben wohnen lassen, mir beim Autokauf halfen, sich für mich Wohnungen anschauten, mir beim Möbel schleppen halfen, mich aus der Ferne positiv unterstützten und mit Rat und Tat zur Seite standen, und und und, ohne sie hätte ich das alles nicht in so kurzer Zeit hingekriegt, und dafür bin ich sehr dankbar. Sogar der nette *Vor*mieter meiner Wohnung hat mit angepackt, überhaupt waren hier alle Leute so unglaublich nett zu mir &#8211; zeitweilig hatte ich den Verdacht, auf meiner Stirn klebte ein Schild, auf dem stünde &#8220;bitte besonders nett sein&#8221;.</p>
<p>Überhaupt macht Deutschland einen wahnsinnig guten Eindruck auf mich, und mein Heimweh nach Paros hält sich stark in Grenzen. Ich freue mich auf neue Horizonte, darauf, alle meine alten Freundschaften wieder aufleben zu lassen und Menschen, die ich jahrelang vermisst habe, um mich haben zu dürfen, darauf, mit Lydia und den Hunden in der Natur um unsere neue Wohnung herum spazieren gehen zu können und na ja, vieles mehr, aber ich will euch ja nicht langweilen.</p>
<p>Nun will ich euch mal &#8220;adé&#8221; sagen. Die Nächte sind nach wie vor schwer &#8211; fast jede Nacht fragt mich jemand im Traum &#8220;wo ist Chris&#8221; und ich antworte, es immer noch nicht glaubend, vielleicht ist das ja auch der Sinn dieser Träume, &#8220;er ist tot&#8221;. Weiter kann ich momentan nicht denken.</p>
<p>Alles zu seiner Zeit. Wir melden uns, bis bald.</p>
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		<title>Zwei Todesfälle und eine Reise</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Aug 2011 13:40:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diverse]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[alkoholismus]]></category>
		<category><![CDATA[tod]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Ja, eine Reise &#8211; keine Hochzeit -, und tatsächlich 2 Tote, innerhalb eines Monats. Der eine ist schon Asche und verbuddelt. Er hat gelitten, der Krebs hat ihn zerfressen, aber zum Glück konnten wir noch Abschied nehmen.</p>
<p>Beim anderen versucht man vermutlich gerade, die genaue Todesursache festzustellen. Das brauchen die nicht. Er hat den Kampf gegen den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, eine Reise &#8211; keine Hochzeit -, und tatsächlich 2 Tote, innerhalb eines Monats. Der eine ist schon Asche und verbuddelt. Er hat gelitten, der Krebs hat ihn zerfressen, aber zum Glück konnten wir noch Abschied nehmen.</p>
<p>Beim anderen versucht man vermutlich gerade, die genaue Todesursache festzustellen. Das brauchen die nicht. Er hat den Kampf gegen den Alkoholismus verloren, muss man mehr wissen? Abschied gab es eigentlich gar nicht, und der Rest war nicht schön.</p>
<p>Jetzt liegt ein Mensch, aus Fleisch und Blut, den ich in- und auswendig kannte, vermutlich zerschnippelt auf einem Seziertisch.</p>
<p>Zwei Menschen, die mir viel bedeuteten, aber ich kann nicht trauern. Ich nehme sie mit nach Deutschland, denn ich sitze gerade zwischen Hausrat und Kartons und muss funktionieren. Was geht mit, was bleibt hier, geht wohin? 6 Tage noch, und ein Wagen fährt mit dem Großteil meines Lebens nach Deutschland.</p>
<p>Lydia und ich fliegen kurz darauf, um eine Wohnung zu suchen. Die Toten im Gepäck, und so vieles mehr.</p>
<p>Und bevor hier jemand meckert, weil ich nicht schön umschreibe &#8211; man könnte ja auch &#8220;Verstorbene&#8221; sagen &#8211; nein, ihr wisst doch, warum mein Blog &#8220;Ungeschminkt&#8221; heißt. Ich nenn die Dinge lieber beim Namen. Auch wenn sie Scheiße sind.</p>
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		<title>Kopfschmerzen</title>
		<link>http://www.ungeschminkt.martinablair.de/2011/04/kopfschmerzen/</link>
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		<pubDate>Sun, 03 Apr 2011 14:16:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martina</dc:creator>
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		<category><![CDATA[zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Was können wir tun. Nichts als weitermachen und hoffen, dass es nicht so schlimm ausgeht wie wir in der Tiefe unseres Herzens glauben. Nein, ich. Wie ICH in der Tiefe meines Herzens glaube. Wie könnte ich mir anmaßen, für jemand anderen außer mir sprechen zu wollen. Meine paar kümmerlichen Gedanken über unsere Zukunft, das Elend [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was können wir tun. Nichts als weitermachen und hoffen, dass es nicht so schlimm ausgeht wie wir in der Tiefe unseres Herzens glauben. Nein, ich. Wie ICH in der Tiefe meines Herzens glaube. Wie könnte ich mir anmaßen, für jemand anderen außer mir sprechen zu wollen. Meine paar kümmerlichen Gedanken über unsere Zukunft, das Elend in der Welt, die Zukunft der Kinder, wohl dem, der keine Kinder hat.</p>
<p>Es gibt tatsächlich Leute, die glauben, das ist nur eins von vielen Unglücken und die Welt macht wie immer weiter, wie nach dem 11. September, nach Tchernobyl, nach X, Y und Z. Aber ich liege nachts wach und sehe Plutonium in die Erde sickern, und dann weiter ins Grundwasser, und ins Meer. Sie sagen, dass es sich im Meer verflüchtigt und &#8220;kaum Auswirkungen auf die Natur haben wird.&#8221; Hmm?</p>
<p>Ich frage mich unterdessen, wann es aus meinem Wasserhahn kommen wird. Darum mache ich immer weiter, halte nie an, packe einen 36-Stunden-Tag in einen von 24, und die Nächte sind kurz, denn ausschlafen mündet in Gedanken, die mich überwältigen wie ein Tsunami. Von den Alpträumen ganz abgesehen, in der Nacht &#8211; kein Ort der Erholung &#8211; kommt das Wasser und überflutet alles um mich herum. Erholung findet tagsüber statt, wenn ich gestresst bin und nicht nachdenken muss. Ich tue mein bestes, die Gedanken auszusperren, aber immer kann ich nicht davor weglaufen. Ich muss mich dem Leben stellen, meinem Kind, das Fragen stellt, das Wahrheiten hören will und sich nicht abspeisen lässt mit Ausreden, und meinem Blog, und meinem Gewissen, und überhaupt.</p>
<p>Ich kann hier nicht so tun, als wäre nichts geschehen; erst wenn ich diese Hürde überwunden habe, das für mich Unaussprechliche angesprochen habe, wer weiß, wie oft noch, kann ich vielleicht zum Alltag übergehen, über andere Dinge plaudern. Zu unserem Alltag, der sich noch nicht allzu sehr verändert hat, wer weiß, wie lange noch. Plutonium sickert weiter in die Erde. Unsere Erde, die so voller Wunderwerke ist und die wir langsam zerstören, ja wir, nicht sie, obwohl ich zugebe, dass ich sie hasse, diese Wesen, die Atomkraftwerke und dergleichen erfinden und bauen.</p>
<p>Manchmal wünsche ich mir, wir könnten zurück zur Natur. Aber wo ziehen wir die Grenze? Wie sagte mal so schön jemand, zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust. Ich liebe ja meine vielen Geräte, Kameras, Computer, Handy, iPod, die Waschmaschine, die Spülmaschine, und ohne das Internet bin ich nur ein halber Mensch, aber was zahlen wir dafür für einen Preis?</p>
<p>Wie wohl, echt und geerdet fühle ich mich nach einem Nachmittag im Tierheim, mit authentischen Lebewesen um mich herum, in der Natur, frischen Luft und im Dreck. Ja, Dreck ist echt, Dreck ist Erde, und das ist wesentlich. Erde, irgendwann kehren wir alle zurück zu ihr, aber warum müssen wir sie während unseres Lebens vergiften? Wie weit haben wir uns schon von unserer Erde, von der Natur, vom Wesentlichen unseres Seins, entfernt?</p>
<p>Vorgestern hatten wir ein Erdbeben, und ich habe die Vorzeichen gesehen, und doch nicht gesehen. Die Möwen kreischten über mir, so dass ich erst an einen Hitchcockfilm dachte, dann an einen Tsunami, wie kurz davor am Morgen, als das Meer so weit zurückgezogen war und so still, dass es mir ungewöhnlich vorkam. Erst als um 16.29 die Erde kurz bebte &#8211; Epizentrum Kreta, 6,3 auf der Richter-Skala &#8211; kam mir das wieder in den Sinn. Kurz davor hatte mich eine Übelkeit überfallen, die unerklärlich war, so dass ich im Bett lag und versuchte, mich zu beruhigen, bis das Bett anfing zu knarren und sich zu bewegen, als wäre ein Rottweiler zu mir aufs Bett gestiegen. Ein Rottweiler befindet sich noch nicht in diesem Haushalt, und nachdem ich mich umgeschaut hatte und niemanden sah, fiel mir das schwankende Bücherregal auf. Komisch, das Gefühl, wenn die Erde bebt und das Haus dazu. Meine Übelkeit verflog sofort, aber das schale Gefühl blieb. Getrenntsein von der Natur. Ich hätte es sehen können, voraussehen, war so nah dran, aber habs doch nicht gesehen.</p>
<p>Der Gedanke drängt sich wieder auf: ich muss Ballast loswerden. Zurück zur Natur? Aber wie? Wo ziehe ich die Grenze? Zum Beispiel das Auto. Oder das Handy, und andere Dinge. Auf welchen Luxus verzichte ich, und bin ich nicht heuchlerisch, wenn ich sage, zurück zur Natur, aber meine private Krankenversicherung inklusive Hubschrauber nach Athen beibehalten möchte? Oder wenn ich tierversuchsfreie Kosmetik kaufe &#8211; Bodyshop! -, aber weitherhin Medizin aus der Apotheke beziehe? Darf ich als Tierschützerin Fleisch essen, ohne komplett unglaubwürdig zu sein? Nur fürs Protokoll: ich lebe seit 3 Monaten vegetarisch, aber ist das nicht nur der Anfang eines hoffnungslosen Weges? Ein lächerlicher Versuch, mir selbst in die Augen sehen zu können? Wo ziehe ich die Grenze, ohne verrückt zu werden? Wo fange ich an, wo höre ich auf, ohne unglaubwürdig zu sein?</p>
<p>Aber Danke, dass ihr zuhört. Ich erwarte von niemandem, Antworten zu haben. Und leider habe ich heute auch keinen Schokoladenkuchen im Haus.</p>
<p style="text-align: center;"><script type="text/javascript">// <![CDATA[
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		<title>Bitte was?!</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Feb 2011 12:44:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[anekdoten]]></category>
		<category><![CDATA[erinnerung]]></category>
		<category><![CDATA[verrückt]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Vorige Tage hat mir jemand gesagt, dass ich statt &#8220;häh&#8221; oder &#8220;wie&#8221; oder was es da sonst noch so gibt immer &#8220;bitte was&#8221; sage &#8211; und zwar &#8220;oft&#8221;. Mir dämmert jetzt auch langsam, warum ich das tue, denn wahrscheinlich klingt es selten dämlich, gefühlte 100.000 Mal pro Tag &#8220;häh&#8221; zu sagen, da mein Gedächtnis im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vorige Tage hat mir jemand gesagt, dass ich statt &#8220;häh&#8221; oder &#8220;wie&#8221; oder was es da sonst noch so gibt immer &#8220;bitte was&#8221; sage &#8211; und zwar &#8220;oft&#8221;. Mir dämmert jetzt auch langsam, warum ich das tue, denn wahrscheinlich klingt es selten dämlich, gefühlte 100.000 Mal pro Tag &#8220;häh&#8221; zu sagen, da mein Gedächtnis im Moment besorgniserregend zu wünschen übrig lässt. Ich hoffe nicht, dass es bereits erste Alterserscheinungen sind, sondern einfach nur am Vielbeschäftigtsein liegt.</p>
<p>Vor ein paar Tagen fahren wir morgens los, um Lydia zur Schule zu bringen, und normalerweise nehme ich die Hunde mit, damit wir danach am Strand spazieren gehen können. Dieses Mal fällt mir auf halbem Wege auf, dass irgendwas fehlt. Ich sage zu Lydia, sag mal, haben wir nicht irgendwas vergessen? Worauf sie sich totlacht und meint, besser, als wenn ich SIE vergessen hätte. Ja, das wäre WIRKLICH peinlich, wenn auch wahrscheinlich in ihrem Sinne gewesen!</p>
<p>Den nächsten Tag geht mein Freund mit den Hunden spazieren und als er wiederkommt, begegne ich Laila, als ich gerade aus dem Waschkeller komme. Oh Schreck, denke ich, ist mir die Laila entlaufen, habe ich sie vergessen, wo war sie, bei mir? Dann kommt Chris um die Ecke und mir dämmert, ach ja, sie war mit ihm spazieren. Kurz darauf verliere ich Lydia auf dem Weg zur Wohnung zurück, vom Waschkeller wohlgemerkt. Im Wohnzimmer angekommen frage ich &#8220;wo ist Lydia?&#8221;. Mein Freund mutmaßt, ich hätte sie vielleicht aus Versehen im Waschkeller eingesperrt, aber ich darf aufatmen: Lydia hatte sich im Garten versteckt <img src='http://www.ungeschminkt.martinablair.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> .</p>
<p>Gestern gehe ich zum Gemüseladen und in dem Moment, wo ich reingehe, entfallen mir die 2 Sachen, die ich nicht aufgeschrieben habe, weil, sind ja nur 2 Sachen, nicht. Der Händler schaut mich fragend an, ich schaue ihn fragend an. Ich sage, ich habe vergessen, was ich wollte. Aber zum Glück ist es mir ganz schnell wieder eingefallen. Süßkartoffeln und Koriander. Beides hatten sie nicht.</p>
<p>Aber ganz große Sorgen machte ich mir dann gestern, als ich in der Arztpraxis im Wartezimmer saß. Es kam ein Mann herein, der mich ganz freundlich grüßte und mir sehr bekannt vorkam, und ich dachte, Scheiße, wer ist das denn nun schon wieder? Es ratterte wahrscheinlich hörbar in meinem Kopf. Noch besorgter wurde ich, als er mich freundlich fragte, wie es mir ginge, sich dann auf die Waage stellte und mir mitteilte, er sei von 81 auf 77 kg runter gegangen &#8211; da dachte ich mir, verdammt, den MUSS ich doch kennen, wenn er  schon sein Gewicht mit mir teilt! Zum Glück sagte er kurz darauf etwas, woraus ich schließen konnte, und mich erinnern, wer er war &#8211; in der Tat hatte ich schon mit ihm zu tun gehabt, aber schon Jahre nicht mehr gesehen. Wie ist das überhaupt möglich auf so einer kleinen Insel?!</p>
<p>Dass ich irgend jemanden anrufe und sobald es klingelt vergesse, wen ich grad anrufe und warum, geschieht mir schon länger. Oder ich Auto fahre und mich plötzlich frage, warum Lydia nicht dabei ist und denke, ich habe sie irgendwo vergessen (was noch nicht passiert ist). Oder ich plötzlich nicht mehr weiß, wo ich eigentlich hin fahre. Aber ernsthaft Sorgen habe ich mir bis dato nicht gemacht. Sollte ich das vielleicht?</p>
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		<title>Auf ein Neues!</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Jan 2011 13:41:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[neujahr]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Ich bin zwar absolut kein Anhänger vom Frohen Neuen Jahr, trotzdem wünsche ich euch aber natürlich alles Gute für 2011! Und gehe gleich mit gutem Beispiel voran und setze meine Vorsätze in die Tat um, jetzt werde ich euch nämlich hier zumüllen mit lange fertigen Fotos, die endlich veröffentlicht werden möchten. So ganz bekomme ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin zwar absolut kein Anhänger vom Frohen Neuen Jahr, trotzdem wünsche ich euch aber natürlich alles Gute für 2011! Und gehe gleich mit gutem Beispiel voran und setze meine Vorsätze in die Tat um, jetzt werde ich euch nämlich hier zumüllen mit lange fertigen Fotos, die endlich veröffentlicht werden möchten. So ganz bekomme ich es chronologisch vermutlich nicht mehr auf die Reihe, aber ich bemühe mich, zumindest thematisch einen Sinn da reinzubringen!</p>
<p>Mein Jahr ging zu Ende, wie es für gewöhnlich immer ist: auf dem Weg zur Silvesterfeier lief mir ein kleiner Welpe in die Arme, sehr verschreckt und an losgerissener Leine. Zum Glück gelang es mir, diesen süßen Welpen einzufangen, und erwartete schon Entsetzensrufe, als ich damit in die edle Lobby des Hotels wollte; nicht dass ihr jetzt glaubt, ich wollte mit ihm feiern, ich fand es nur naheliegend, dass man dort vielleicht wissen konnte, woher er kam. Aber man begrüßte mich freudig erregt, und bald sammelte sich die ganze Hotelfamilie, alles Griechen wohlgemerkt, zum Freudengetaumel, ganz ungewöhnlich und doch Hoffnung spendend&#8230; er war seit 2 Tagen verschwunden, seit er sich bei einem Spaziergang erschreckt und losgerissen hatte. Wie sagt man so schön, Ende gut, alles gut!</p>
<p>Und manchmal fragt man sich, ob es nicht doch einen Gott gibt, oder warum fallen MIR immer so viele Viecher in die Hände?!</p>
<p>Viele andere warten noch auf ein gutes Ende, und damit geht es in meinem nächsten Beitrag gleich weiter.</p>
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		<title>Das Leben ist seltsam (schön)</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Dec 2010 22:03:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Heutzutage]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Mal schön, mal schaurig, mal schräg, finde ich gerade – ist das nun ein Zufall, dass alles mit „sch“ beginnt? </p>
<p>Ich habe eine Katze auf der Maus sitzen, was mich beim Arbeiten und Schreiben etwas behindert, zumal ihr Kopf im Weg meines rechten Armes ist, da kann ich nicht so gut tippen. Aber so ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mal schön, mal schaurig, mal schräg, finde ich gerade – ist das nun ein Zufall, dass alles mit „sch“ beginnt? </p>
<p>Ich habe eine Katze auf der Maus sitzen, was mich beim Arbeiten und Schreiben etwas behindert, zumal ihr Kopf im Weg meines rechten Armes ist, da kann ich nicht so gut tippen. Aber so ist das nun mal, wenn man etwas überbevölkert ist. Beim Kochen eben habe ich mir auch schon wieder fast den Hals gebrochen, als ich rückwärts über einen Hund gestolpert bin. Da ich gerade einen Weihnachtshund in Pflege habe, sind wir nun zu Dritt. Also die Hunde natürlich. Die Katzen sind immer noch recht zahlreich, wenn auch reduzierter aufgrund aktiver Exporte und Vermittlung in letzter Zeit! Unser Blacky ging ja kürzlich nach Berlin (ohne Klaus), und er hat echt Schwein gehabt, denn dort hat man festgestellt, dass er Diabetes hat, wie gut, dass er jetzt in guten Händen ist (Danke, Monika!). Von Snowy haben wir auch kürzlich gehört, jetzt Rambo, dem geht es auch gut. Aber ich will mich bemühen, euch nicht zu langweilen. So Katzengeschichten sind nicht jedermanns Sache, obwohl es auch gleich weiter unten wieder um Katzen gehen wird.</p>
<p>Gut, dass Lydia gerade in Athen ist. Das ist natürlich auch aus anderen Gründen gut, denn ich kann mich nach Herzenslust ausruhen (kommt allerdings eher nicht vor, ihr kennt mich ja) oder austoben (das ist eher der Fall) oder tun was ich möchte oder nicht tun was ich nicht möchte, oder einfach mal NICHT reden und zuhören müssen – da kann sich die Alleinerziehendenseele endlich erholen. Was natürlich nicht heißt, dass die Mama das Kind nicht vermisst, aber da sie das in Athen gut aufgehoben weiß – dort wird die Verwandtschaft gerade aufgewirbelt und vom ersten großen Knall mit Papa hat Lydia auch schon berichtet, „aber jetzt ist alles wieder gut“ – kann die Mama guten Gewissens den Jahresurlaub genießen. Komischerweise ist sie auch so überhaupt nicht müde, obwohl um 7 Uhr heute Morgen aufgestanden und jetzt fast Mitternacht ist – natürlich können Mütter nicht so auf Knopfdruck auf einmal länger schlafen, das steckt schon drin nach so vielen Jahren des Funktionierens.</p>
<p>Jetzt lerne ich also mal nicht nur zu funktionieren, sondern auch zu genießen. Das tu ich natürlich sonst auch, aber irgendwie geht es schon etwas unter im Alltag. Heute Abend hatte ich den Strand bei starkem Wind und Sandverwehungen für mich allein mit „meinen“ drei Hunden. Welch ein Luxus! Was braucht der Mensch mehr?</p>
<p>Nun habe ich auf dem linken Arm ein Katzenhinterbein liegen. Die Katze liegt auf meiner linken Seite und es sieht sehr ulkig aus mit der hinteren Pfote in meinem Ellenbogen. Die sind schon lustig, diese Viecher. Bringen mich immer zum Lachen. Man kann von ihnen auch lernen – so wie eben, da habe ich mich gefragt, wieso eine Katze eine Tür nur anzuschauen braucht, damit sie auf geht? Wie haben die einen so gut im Griff? Könnte ich mich auch so gut programmieren, dass ich das Leben so gut im Griff hätte?</p>
<p>Aber eigentlich schlage ich mich ja nicht schlecht durch, oder. Ich bin irgendwie immer zur rechten Zeit am rechten Ort, denke ich manchmal. Gestern Abend war ich mit meinen 3 Hunden spazieren &#8211; wovon übrigens 2 lustiger Weise Laila heißen, aber nicht, dass ihr denkt, die würden auch alle beide angetrabt kommen, wenn ich sie rufe &#8211; , als sie eine kleine graue Katze aufstöberten, die, was ich sehr komisch fand, nicht weglief. Besorgt ging ich dahin zurück, nachdem ich die Hunde ins Haus zurückgebracht hatte. Es war eine ganz kleine Katze in meiner Lieblingsfarbe russisch-blau. Leider hat sich mein Verdacht dann kurz darauf beim Tierarzt bestätigt, wo ich sofort hingefahren bin &#8211; sie hatte ein gebrochenes Rückgrat und musste eingeschläfert werden. Ich war sehr traurig, und mein einziger Trost war, dass ich sie noch die letzten 10 Minuten begleitet habe und sie nicht allein irgendwo verhungert ist. Oder so. So spielt das Schicksal und ich war die Glückliche, die am Tag vor Weihnachten mal eben nebenbei was für ihr Karma tun konnte.</p>
<p>Apropos, Katzen und Karma… wisst ihr noch die kleinen süßen Katzenbabys, die wir in Aliki gefunden und mit denen wir sogar umgezogen sind? Na das waren Zeiten, spreche ich jetzt etwa von überbevölkert??? Na ja, jedenfalls haben die einer Freundin von mir zu einem Liebhaber verholfen. Ja, ihr habt richtig gelesen. Aber mal von vorn. Die Katzenbabys gingen nämlich durch einen Freund von mir an einen netten jungen Griechen, den ich gleich unter „Merken, eventuell Liebhabermaterial“ abgespeichert und in meinen Facebookfreundeskreis aufgenommen habe. Da rede ich doch neulich mit einer verzweifelten Freundin, die schon seit (ich zitiere) 10 !!! Monaten keinen Sex mehr gehabt habe, und sie fragt mich, ob ich denn nicht irgendwelche geeigneten Männer vorschlagen könnte. Ich kramte kurz in meinem Gedächtnis, ging alle unter „Liebhabermaterial“ abgespeicherten Männer durch und schlug vor, sie möge sich doch auf Facebook mit XY befreunden. Was sie dann auch tat, worauf sie den nächsten Tag schon ein Date hatte und so weiter und so fort, den Rest könnt ihr euch sicher denken. Mission erfolgreich! Ich bin doch richtig nützlich, muss ich zufrieden feststellen!</p>
<p>Hinterher berichtete sie mir, er hätte gefragt, wie denn das Gespräch auf ihn gekommen sei. Sie meinte, sie konnte ja schlecht sagen, dass wir über Sex gesprochen hätten… wenn er wüsste!</p>
<p>Nun ja, besagter Freund, der meine Katzenbabys vermittelt hat, war dann neulich auch, auf meinen Vorschlag hin in unserem sogenannten „Tierheim“ und hat kurz darauf einem anderen Bekannten einen Hund, der schon seit März im Tierheim war, vermitteln können. Da freut man sich doch, wie das Leben so spielt und eins das andere ergibt. Und so schreibe ich demjenigen auch gleich, wenn ich erfahre, dass irgendwo ein Drucker zu verschenken ist, und schwupp ist er an einen neuen Drucker gekommen, für ganz umsonst. Eine Hand wäscht die andere. </p>
<p>Da fällt mir etwas Unglaubliches ein, was ich vorige Tage erlebt habe, ist zwar jetzt total aus dem Zusammenhang gerissen, aber da es mir gerade einfällt, will ich es euch nicht unterschlagen. Ich war bei der Polizei, um eine behördliche Angelegenheit für eine Bekannte, die zurzeit nicht hier ist, zu erledigen. Leider hatte die Bekannte das Formular an der falschen Stelle unterschrieben. Der Polizist &#8211; ! – malte die Unterschrift kurzerhand mit Tippex über und schob mir verdutzten Person das Formular hin mit den Worten „unterschreib… aber nicht als du, sondern als sie“. Ich versuchte so zu tun als wäre Urkundenfälschung bei der Polizei für mich das normalste der Welt, unterschrieb brav und ging zur Tagesordnung über, als wäre ich ein gewiefter Betrüger. Und wenn jemand von euch meint, mich verpfeifen zu müssen, berufe ich mich einfach auf die künstlerische Freiheit und behaupte, mir das ausgedacht zu haben (zu eurer Beruhigung, war eine ganz langweilige, bürokratische, komplett unwichtige Sache!).</p>
<p>So dann will ich jetzt mal für heute Schluss machen, aber erst nochmal schnell ein Frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr wünschen. Es tut mir Leid, dass ich im Moment so selten hier schreibe und Fotos veröffentliche, aber ich bin so beschäftigt… mit Leben! Ich habe ein sehr ausgeprägtes soziales Leben und bin viel unterwegs und habe einfach nicht so viel Zeit im Moment für das Internet. Aber ich habe noch ohne Ende Fotos für euch, also werde ich mich die Tage mal ganz doll ins Zeug legen und alles veröffentlichen!</p>
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		<title>&#8220;Blind Date in der Dunkelkammer&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Nov 2010 20:07:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[bauern]]></category>
		<category><![CDATA[Paros]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>&#8220;6 Singles hoffen auf die große Liebe.&#8221;</p>
<p>So gehört auf RTL &#8211; Werbung für eine neue Sendung.</p>
<p>Gibt es wirklich Leute, die hoffen, in der Dunkelkammer die große Liebe zu finden??? Im Fernsehen???</p>
<p>Andererseits, auf einer griechischen Insel (bei ganz viel Licht) ist es auch nicht so einfach.</p>
<p>Erzählt mir eine Freundin heute, die schon länger Single ist, von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;6 Singles hoffen auf die große Liebe.&#8221;</p>
<p>So gehört auf RTL &#8211; Werbung für eine neue Sendung.</p>
<p>Gibt es wirklich Leute, die hoffen, in der Dunkelkammer die große Liebe zu finden??? Im Fernsehen???</p>
<p>Andererseits, auf einer griechischen Insel (bei ganz viel Licht) ist es auch nicht so einfach.</p>
<p>Erzählt mir eine Freundin heute, die schon länger Single ist, von ihrem Gespräch kürzlich mit einem Freund, der herausfinden wollte, welche Ansprüche sie an einen Partner stellt.</p>
<p>Sie (übrigens nicht Griechin): &#8220;Also, er sollte schon in ganzen Sätzen sprechen können.&#8221;</p>
<p>Er: &#8220;So richtig, mit Punkt und Komma?&#8221;</p>
<p>Sie: &#8220;Ja, eigentlich schon.&#8221;</p>
<p>Worauf er schlussfolgert: &#8220;Hmm, dann fällt die Hälfte der Griechen schon mal weg.&#8221;</p>
<p>Ich finde sowieso, Griechen sollte man sich nur wegen ihrer Liebhaberqualitäten nehmen, und dabei müssen sie ja nicht in ganzen Sätzen sprechen können. Ansonsten sollte man lieber die Finger davon lassen.</p>
<p>Obwohl natürlich Ausländer auch nicht alle in ganzen Sätzen sprechen können, womit wir wieder bei RTL wären &#8211; Bauer sucht Frau fällt mir da zum Beispiel ein. Oder Schwiegertochter gesucht. Wobei ich euch darauf hinweisen muss, bevor ihr gänzlich verwirrt seid, dass ihr, zusammen mit mir, aus der Perspektive einer griechischen Insel, alle Ausländer seid!</p>
<p>In Zeiten der Finanzkrise habe ich auch schon mal gedacht, dass es vielleicht sinnvoll wäre, sich einen Bauern zu angeln. Da gibt das Feld sicher noch was her, wenn der Bankautomat schon längst streikt.</p>
<p>Aber dafür muss man ja nicht ins Fernsehen, Bauern gibt es auch auf griechischen Inseln, aber meine Freundin ist nicht davon abzubringen, dass ihr zukünftiger Partner ganze Sätze formulieren können müsste, also wird das sicher wieder schwierig &#8211; Bauer UND Grieche? Hm, na ja.</p>
<p>Man sagt ja, in der Not frisst der Teufel Fliegen. Fliegen gibt es im Moment wiederum sehr viele, ich bin schon die reinste Massenmörderin.</p>
<p>Aber ich komme vom Thema ab und das hilft meiner Freundin auch nicht weiter. Eigentlich wollte ich nur darüber sinnieren, was für seltsame Blüten die Partnersuche heutzutage treibt.</p>
<p>Vielleicht basiert die neue RTL-Sendung ja auf dem Prinzip, auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn. Womit beide Sendungen ja direkt was gemeinsam hätten. Vielleicht sollte meine Freundin ja doch ins Fernsehen.</p>
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		<title>Vertrauen</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Oct 2010 08:50:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[depressionen]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Zwischen Hoffen
und Bangen
liegt Loslassen.</p>
<p>Ich kann
nicht alles
kontrollieren.</p>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwischen Hoffen<br />
und Bangen<br />
liegt Loslassen.</p>
<p>Ich kann<br />
nicht alles<br />
kontrollieren.</p>
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