Nicht riechen zu können ist für mich eins der unangenehmsten Symptome einer Erkältung. Ich bin dann völlig orientierungslos und merke, wie ich mich sonst unbewusst auf dieses Sinnesorgan verlasse. Ich rieche, ob die Milch noch gut ist. Wie das Wetter wird, ob es regnen oder heiß wird. Blumen oder andere Düfte bescheren mir schöne Momente oder erinnern mich an solche, was mein Leben wiederum dreidimensional macht; überhaupt ist Griechenland ein Geruchsparadies. Ob ich für ein paar Tage Essen schmecke oder nicht ist dagegen weniger wichtig, denn das kommt zumindest meiner Linie zugute – wenn ich nichts schmecke, esse ich weniger. Aber am allerschlimmsten finde ich es, wenn ich mein Kind nicht riechen kann. Als Lydia ein Baby war, liebte ich ihre Käsefüßchen, und die nicht mehr riechen können war die (umgekehrte) Krönung der Erkältung. Es ist, als wäre da eine unsichtbare Wand zwischen mir und meinem Kind. Schrecklich. Und jetzt, immer noch erkältet, wünsche ich mir zurück, einfach wieder richtig riechen zu können… geht es noch jemandem so wie mir?









Hallo Martina, das mit dem Riechen des eigenen Kindes kenne ich so gut! Vor allem bei Jonathan fand ich das immer so besonders schön, einfach seinen Kinder-Geruch! Und nun, irgendwie relativ plötzlich, ist der nicht mehr da! So wie mein Sohn sich auch sonst auf einmal vor-pubertär verhält, ist auch sein typischer Geruch, den ich beim Knuddeln so mochte, weg. Schade!
Hallo Martina,
ich kann dir sagen, man gewöhnt sich dran!
Durch eine Erkältung habe ich vor ca. 20 Jahren meinen Geruchssinn verloren, damit ist natürlich auch der Geschmackssinn eingeschränkt. Inzwischen ist es wieder etwas besser geworden aber alles kann ich richten. Ich kann auch nicht konkret sagen was ich rieche und was nicht, es sind nicht unbedingt die angenehmen oder unangenehmen Gerüche die ich nicht riechen kann. War aber als wir noch Katzen hatten und die Klos gesäubert werden mußten, ganz praktisch. Manche Gerüche haben sich auch verändert. Das Ergebnis ist, bei uns wir etwas kräftiger gewürzt und damit kann man leben, ich sag mir immer, es gibt wirklich schlimmere Dinge!
Ich wünsch dir noch einen schönen Sommer, wir fliegen am Donnerstag nach Deutschland und kommen 23. August noch mal wieder bis zum 16. Oktober! Alle Gute für dich und Lydia von Eva
Huhu Martina,
mein Geruchssinn ist auch nicht gut. Der ständige Allergieschnupfen macht sich bemerkbar. Aber ich freue mich, wenn ich doch ab und zu den Duft von Blumen oder frischem Obst und Gemüse wenigstens ein bisschen wahrnehmen kann. Hoffe, Deine Nase ist bald wieder frei.
Liebe Grüße,
Eranie
Nun ja, der Beitrag zum Thema “riechen” ist schon ein bisschen älter und eigentlich hätte ich schon viel früher ganz viel darüber sagen können. Weil riechen für mich so etwas wie ein Fundament im Leben ist. Der mystischste und eigentlich bedeutendste aller Sinne, würde ich behaupten wollen, da er mich innerhalb weniger Bruchteile von Sekunden in andere Welten katapulitiern kann. Ich wußte gar nicht wo ich anfangen sollte zu schreiben, deshalb ließ ich es bleiben. Nun aber, seit ich vorgestern eine äußerst interessante Reportage auf arte gesehen habe, in der es vorrangig um die ‘Kamaki’ der 70′er und 80′er Jahre ging (wenn man selbst weiß, wovon die Rede ist, war dieser TV-Beitrag einfach großartig und enorm unterhaltsam und es hat sich bis dato sicherlich nicht viel geändert) bin ich gewillt, einen Satz daraus zu zitieren, dem nichts mehr hinzu zu fügen ist. Eine Finnin in dieser Reportage, die seit den 70′ern mit einem Griechen in Griechenland verheiratet ist, brachte es nach einer nachdenklichen Pause auf den Punkt, als man sie fragte, was denn den Reiz an diesem Land ausmache: ‘es ist dieser Duft, ich kann es nur schwer beschreiben, es ist, als würde man nach Hause kommen!’
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Was sprach mir diese Frau aus dem Herzen!
Ich kann die headline ohne Zweifel unterschreiben, dass ich (nur) bin weil ich rieche
Liebe Ela, den Satz dieser Finnin kann ich nur bestätigen. Es stimmt!